Angesichts der globalen Erwärmung testen Forscher in großem Maßstab Unterlagen, die resistenter gegen Trockenheit sind und die Reife verlangsamen können. Eine Spur, die unseren Pinot Noirs 20 bis 30 Jahre Ruhe verschaffen könnte. Dr. Markus Rienth. Ordentlicher Professor FH für Weinbau und Leiter des Bereichs Weinbau in Changins, erläutert dieses faszinierende Thema anhand eines Interviews in der letzten Ausgabe von Vinum. Ein herzliches Dankeschön an Blaise Guignard für die Redaktion dieses wunderbaren, aktuellen Papiers.

Hitzebeständig: Unterlagen helfen dem Pinot Noir

Der Klimawandel stellt die symbolträchtigste Rebsorte der Schweizer Weinberge, den Pinot Noir, auf eine harte Probe. Vor allem im Wallis beeinträchtigen Trockenheit und frühe Lese seine Ausgewogenheit und Eleganz.

Um dem entgegenzuwirken, wurde das Projekt VineRoot4Clim gestartet, das vom FiBL in Partnerschaft mit Changins, Agroscope, dem Kanton Wallis, Graubünden und mehreren privaten Akteuren geleitet wird. Ziel des Projekts ist es, 14 sogenannte "adaptive" Unterlagen zu testen, die als hitze- und wasserresistenter gelten.

Die Versuche werden auf vier Parzellen durchgeführt, die für die Vielfalt der Schweiz repräsentativ sind (Wallis, Genfersee, Aargau und Graubünden). Die ersten Analysen werden ab 2027 beginnen, aber es wird 5 bis 10 Jahre dauern, bis vollständig verwertbare Ergebnisse vorliegen.

Nach Ansicht der Forscher könnte ein Verzicht auf diese Unterlagen die Beerenreife um ein bis zwei Wochen verzögern, was einer Atempause von 20 bis 30 Jahren entspricht, um das aromatische Profil des Pinot Noir zu bewahren.

Ein ehrgeiziges Vorhaben, das daran erinnert, dass die Unterlagen den weltweiten Weinbau bereits im 19. Jahrhundert während der Phylloxera-Krise gerettet haben... Und es könnte erneut die Identität des Schweizer Weinbaus angesichts der klimatischen Herausforderungen schützen.

> Den vollständigen Artikel finden Sie in der neuesten Ausgabe von Vinum in gedruckter Form und in digitaler Form auf ihrer Website hier.